Handlettering-Liebe

Meine Lieben,

wie ich schon öfter auf Instagram berichtet hab, bin ich dem Handlettering zur Zeit absolut verfallen. Ich mag es schon immer Texte typografisch schön zu gestalten und bei Worten auch mit ihrem Aussehen zu spielen. Die letzten Jahre mussten daher unzählige Freunde und Bekannte zu allen möglichen Anlässen so tun, als würden sie sich über selbstgemachte Glückwunschkarten freuen.

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Und dann, vor 1 – 2 Monaten hab ich den neuen Trend des Handletterings auf Instagram und einigen Blogs (neu) entdeckt. Gut, für mich war es nicht unbedingt neu, aber da mir das schon immer ganz toll fand, mach ich da halt mit, bzw. weiter, nur eben unter dem neuen Synonym „Handlettering“. Das Tolle daran, dass das jetzt diesen kleinen Hype erlebt, ist, dass man an jeder Ecke Tutorials, Anleitungen und Ideen findet, die wunderbar als Inspiration dienen können.

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Möchte man mit dem Handlettering starten, braucht man meiner Meinung nach folgendes:

– Bleistift (Ich verwende am liebsten Druckbleistifte),
– Geodreieck (für die Platzeinteilung am Papier und beim Schreiben bestimmter Schriftarten, Rahmen oder anderen Verzierungen)
– verschiedene schwarze Stifte (am besten alle schwarzen Stifte durchprobieren, und dann selbst seine Vorlieben finden)
– Papier, das nicht saugfähig ist (da sonst keine schönen Linien gelingen)

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Geht es um das Schreibmaterial, verwende ich dazu die verschiedensten schwarzen Stifte, von Edding, über den klassischen Fineliner und Tuschestifte von Faber Castel bishin zu eigenen Typographie-Stiften. Wobei ich es aber eigentlich nicht wichtig finde, beispielsweise mit speziellen Handlettering-Stiften zu schreiben. Anfangs hab ich mir einfach den nächstgelegenen schwarzen Stift geschnappt, nach und nach hab ich dann die Vor- und Nachteile einiger Stifte und meine eigenen Vorlieben entdeckt. In letzter Zeit hat sich meine Sammlung an schwarzen Stiften beachtlich erweitert. Aber jeder Stift kann etwas anderes besonders gut und hat daher seine Daseinsberechtigung 😉

Manchmal schreibe ich einfach wild drauflos, ein anderes Mal – wenn ich mir beispielsweise neue Schriftarten beibringen möchte – skizziere ich mir am Papier mithilfe von Geodreick und Bleistift Felder, in die ich die Buchstaben dann setzen möchte. Gerade am Anfang finde ich es sehr hilfreich, wenn man einen Bereich hat, innerhalb dessen sich der Buchstabe befinden muss und der Grenzen setzt. Auch wenn es zum Beispiel eine Glückwunschkarte oder ein neues Wandbild werden soll, arbeite ich gerne mit Bleistift vor und überarbeite dann alles mit schwarzen Stiften.
Geht etwas schief, kann man sich noch immer mit dem guten alten Tippex ganz gut aushelfen – das kann man mit etwas Geschick meistens auch gut verstecken.

Inspiration dazu schwirrt, wie schon gesagt, zur Zeit wirklich viel im Internet herum. Googelt man Handlettering, findet man sofort tolle Ideen und Anleitungen. Was ich auch gerne mache, ist, mich auf Webseiten, die kostenlose Schriftarten anbieten, inspirieren zu lassen. Da schreib ich dann auch mal gerne ein und das selbe Wort in den verschiedensten Schriftarten und freue mich über die Gestaltungsmöglichkeiten, die nur ein einziges Wort bietet. Klingt komisch, is aber so. Hier ist außerdem ein besonderes Extra, dass es meist eine Funktion gibt, bei der man jedes beliebige Wort eingeben kann, das dann in den einzelnen Schriftarten angezeigt wird – ideal um zu üben, da man sein Wort „nur noch“ abmalen muss. Inspirationsquelle #1 ist und bleibt natürlich Pinterest. Dort haben wir übrigens passend zum Thema auch ein Board mit tollen Bildern erstellt. Zur Schriftart und Gestaltung kann man dazu auch wunderbare Sprüche finden. Aber auch Plakate, Graffitis und alles auf der Straße kann als Inspiration dienen.

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Handlettering hat für mich etwas total Entspannendes, fast Meditatives. Mit jedem einzelnen Buchstaben verbringt man viel Zeit und jeder Strich ist genau überlegt.
Und am Ende kann man auf sein Ergebnis (meistens) richtig stolz sein. Ich bin auch der Meinung, dass man im Handlettering nie perfekt sein kann, da es immer wieder neue Formen, Schriften und Texte gibt, die gemalt werden möchten. Man kann daher auch nie aufhören zu üben und sich dabei neu zu erfinden.

Wenn ihr nun neugierig geworden seid, und ich euch etwas inspieren konnte, dann probierts doch auch aus, und zeigt uns eure Werke mit dem Hashtag #zweivonsechs auf Instragram.

Ich versprechs: Es macht richtig richtig Spaß! Aber Achtung: Wenn man einmal beginnt, ist es nicht mehr so einfach aufzuhören!

Alles Liebe,
Verena

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