Balcony Gardening

Endlich wirds wärmer! Die Sonne lässt sich immer öfter und länger blicken und das macht mich unglaublich glücklich!

Auch wenn Herbst und Winter ebenfalls ihre schönen Seiten haben, spätestens im Februar hab ich dann meist die Nase voll und wünsch mir wärmere Temperaturen zurück und sehne mich nach längeren Tagen, Pastellfarben und leichteren Frühlingsjacken. Uuuund darauf, mein „Projekt Balkon“ endlich wieder starten zu können!

Denn im Sommer wird mein Balkon immer zu einem kleinen aber feinen Gemüse- und Kräutergarten. Und damit das auch heuer wieder was wird, hab ich vergangenes Wochenende schon begonnen, erste Pflänzchen zu züchten, die dann auf meinem Fensterbrett wohnen werden, bis sie groß und stark genug sind, um in die große weite Welt meines Balkons hinausziehen zu können.

Ich bin zwar noch sehr viel am herumprobieren und kann sicher noch einiges dazulernen, aber ich will trotzdem mal mit euch teilen, was ich schon so angepflanzt hab. Und bin gerne auch offen für Tipps und Tricks 🙂

Was man braucht?

Es gibt gerade überall diverse Anzuchtssets mit allem drum und dran zu kaufen, aber das braucht man gar nicht, denn es geht – wie so oft – auch einfacher und selbstgemachter. Was ihr braucht, ist folgendes:

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Anzuchterde: Sie enthält kaum Nährstoffe, und damit können die Keimlinge bzw. die kleinen Pflänzchen viel besser heranwachsen und starke Wurzeln ausbilden. Dazu natürlich eine kleine Schaufel, um die Töpfe dann mit Erde befüllen zu können.

Saatgut: aus dem Supermarkt, Baumarkt, oder selbstgewonnenes Saatgut vom Vorjahr. Oder in meinem Fall auch oft von Papa. Danke, Papa!

Töpfe: Zum Vorziehen von Pflänzchen eignen sich neben speziellen Anzuchttöpfen auch einfache Joghurtbecher, Gläser oder Eierkartons.

Beschriftungen: Da alle kleinen Pflänzchen sehr ähnlich ausschauen und noch nicht sprechen können, sollte man nicht vergessen, sie zu beschriften. Ich verwende dazu immer gerne Zahnstocher und buntes Masking-Tape, aber es gibt auch viele andere tolle und einfache Ideen, wie man sie beschriften und gleichzeitig verschönern kann. So sieht ein Topf voll Erde gleich ein bisschen hübscher aus und geht fast(!) als Frühlingsdeko durch 😉

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Glashäuser: Gut, man braucht natürlich keine Glashäuser, jedoch ist es von Vorteil, wenn man die Gefäße, in denen die Keimlinge gedeihen sollen, abdecken kann. Das kann man zum Beispiel auch einfach mit einer Frischhaltefolie, einer Tupperware-Dose oder einer halbierten Plastikflasche machen.

Was kann man vorziehen?

Vorgezogen kann allerlei Gemüse werden. Primär wichtig ist es jedoch für Gemüsesorten, die besonders wärmebedürftig sind. Oder eben Gemüsesorten, die mehr Zeit zum Wachsen brauchen und für die der Sommer bei uns zu kurz ist. Das sind zum Beispiel Tomaten, Paprika, Auberginen, Chilis oder Zucchini. Aber auch diverse Kräuter, Salat und Gurken können vorgezogen werden. Meine Devise ist hier: Einfach ausprobieren!

Ab wann kann man vorziehen?

Das Internet lehrte mich, dass einige Gemüsesorten wie Paprika oder Chili bereits ab Februar vorgezogen werden können, da sie länger brauchen, um zu wachsen, und die meisten anderen dann ab März folgen. Ich muss zugeben, dass ich mich da nicht soo ganz dran halte, und – wie man sieht – mit allem jetzt, also im März, gestartet bin. Im Zweifelsfall aber einfach auf der Verpackung der Samen nachlesen. Bevor die Pflanzen dann auf den Balkon umziehen dürfen, sollten auf jeden Fall die Zeit der „Eisheiligen“ Anfang/Mitte Mai abgewartet werden.

Wie geht‘s?

Die Gefäße, also Töpfe, Eierbecher, Joghurtbecher oder sonstiges, mit Erde befüllen, die Samen leicht in die Erde drücken und etwas Erde darüber streuen.

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Anschließend gut angießen, damit es die Samen auch schön feucht haben. Sie müssen immer feucht gehalten werden, das heißt entweder immer vorsichtig gießen, oder mit Frischhaltefolie, Plastikflasche etc. abdecken, damit sich die Nässe sammeln kann. Aber auch wenn die Gefäße abgedeckt werden, muss man darauf achten, dass die Keimlinge genug, ABER auch nicht zu viel Wasser (sonst droht Schimmel! Vor allem bei den Eierbechern sehr gefährlich – da darfs auf keinen fall zu feucht werden.) – bekommen.

IMG_20150315_132535Wenn ihr in ein Gefäß mehr Saatgut gegeben habt, und tatsächlich mehrere Pflänzchen überleben, müsst ihr diese später noch pikieren, was nichts anderes heißt, als sie zu trennen, damit jede auch genug Platz hat. Aber bis dahin dauert es ja noch ein bisschen und in dieser Zeit kann man gut in die Rolle der Pflanzen-Mama hineinwachsen 🙂

Ich freu mich immer wieder aufs Neue wie ein kleines Kind und bin fasziniert davon, beobachten zu können, wie aus einem Saatgut eine Pflanze wird.
Letztes Jahr konnte ich schon das ein oder andere von meinem Balkon ernten, und ich hoffe, dass mir das heuer auch gelingt. Aus dem „eigenen Garten“ schmeckts einfach am besten!

Wird euer Balkon im Sommer auch zum Gemüse- und Kräutergarten? Habt ihr auch schon begonnen, Pflänzchen vorzuziehen? Und habt ihr noch Tipps für mich?

Alles Liebe,
Verena

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