Mauldäschle für Anfänger

Also, bei mir ist das so: Bis vor ca. drei Jahren wusste ich nicht so genau, was es mit diesen ominösen Maultaschen auf sich hatte. Hab aber auch ehrlichgesagt nie darüber nachgedacht, so spannend klingt „Maultasche“ dann auch wieder nicht. Und als Österreicherin interessiert einen das irgendwie sowieso nicht so wirklich. Bis ich dann diesen Schwaben kennengelernt hab und er mir eines Abends „Mauldäschle mit Brühe und Kartoffelsalat“ angeboten hat. Hm. Für mich eines der seltsamsten Dinge, die mir essenstechnisch bis zu diesem Zeitpunkt begegnet waren. Naja, langer Rede kurzer Sinn: Ich hab nicht nur die Mauldäschle sondern auch den Schwaben kennen und lieben gelernt.

Und mit der Zeit hab ich auch gelernt, was man mit den Dingern alles zaubern kann! Tja, deshalb stelle ich euch heute mein Lieblings-Maultaschen-Rezept-ever in meinem ersten Blogeintrag vor: Maultaschen-Jägersauce-Champignon-Auflauf (einen eleganteren Namen habe ich bis dato leider noch nicht dafür gefunden).

Was ihr dazu braucht?

Maultaschen_Gemüse

 Essentiell:
– Maultaschen! – aber die sehen am Foto nicht so toll aus.
(… weil der Schwabe und ich ganz gute Esser sind, nehm ich gleich mal 15 Stück kleine Maultaschen – Selbstgemachte schmecken natürlich am besten!)

außerdem:
– 1 Pkg. Jägersauce. Ja, die Päckchensauce nehme ich da. Gut, dass ich euch in meinem ersten Beitrag gleich etwas zeige, was ich sonst nie mache. Nämlich komisches Saucenpulver verwenden. Jetzt kennt ihr auch meine dunkle Seite!
– 250-300 Gramm frische Bio-Champignons
– 3-4 Karotten
– eine Zwiebel, je nach Belieben auch noch eine Frühlingszwiebel zusätzlich
– Knoblauch ganz nach Geschmack (ich nehme meistens 1-2 Zehen)
– geriebener Käse (ich habe Gratinkäse genommen und noch Parmesan dazu gerieben, Parmesan geht immer!)
– Rotwein

Zutaten

In einer Pfanne ein bisschen Öl erwärmen – Zwiebel, Frühlingszwiebel und Karotten etwas anbruzeln lassen und dann mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Parallel dazu könnt ihr schon die Jägersauce nach Packungsanleitung zubereiten. Wenn die Zwiebel und Karotten schon ein bisschen betrunken und weich geworden sind, könnt ihr die Jägersauce und die in Scheiben geschnittenen Champignons dazukippen, lasst dann alles ein paar Minuten vor sich hin blubbern. So, nun noch den Knoblauch dazu und schon geht es ans Schichten. Ich beginne mit einer Schicht Maultauschen, die dann mit Sauce bedeckt wird, danach kommt der Käse. Den Vorgang wiederhole ich so lange, bis die Auflaufform aus allen Nähten platzt. Abschließen würde ich mit einer Schicht Sauce und Käse drüber, damit das Ganze nachher auch eine leckere Kruste bekommt. Das Ganze schiebe ich bei etwa 220° Ober- und Unterhitze ins Rohr, fertig ist es nach… naja, wenn der Käse oben eine schöne Kruste gebildet hat! (so in etwa 30 Minuten)

IMG_9321

IMG_9322

Et voilà, schon hat die Österreicherin ihre Mauldäschle verarbeitet. Und der Schwabe hat auch seine Freude damit!

Also ihr Lieben, n’ Guten!
Eure Alex

Advertisements